Erstligadebüt und Auswärtserfolg beim Premieren-Tag in Düren

12. Februar 2020

Die Bundesligavolleyballer des TV Rottenburg haben ihr Auswärtsspiel bei den SWD powervolleys Düren mit 2:3(25:18,25:20,14:25,23:25,13:15) gewonnen.

Zum Bundesligateam nachgereist

Am Spieltag selbst mussten die TVR-Verantwortlichen noch spontan handeln: Teammanagerin Lajana Kampf organisierte Kurzerhand die Spielkleidung, ehe sie Nachwuchsspieler Carl Möller (16) von der Schule abholte und mit ihm zusammen nach Düren fuhr. Hintergrund: Mittelblocker Friederich Nagel fiel für die Begegnung aufgrund einer Handverletzung aus. Möller reiste als Ersatz nach.

Mit 16: Plötzlich Bundesliga

In die Begegnung startete der TVR nicht verspätet – die Gäste agierten zunächst mit den Dürenern auf Augenhöhe. Beim 8:7 erlebten die Zuschauer in der Arena Kreis Düren eine Schrecksekunde: Rottenburgs James Weir und Leon Dervisaj verletzten sich bei einer Blockaktion gleichzeitig und mussten ausgewechselt werden. Für Dervisaj kam Jannis Hopt, Mittelblocker Weir ersetzte der zuvor erwähnte Carl Möller. Sein unerwartetes Debüt feierte der Nachwuchsspieler mit einem Punkt zum 12:9. Anschließend kam Weir und Hopt wieder zurück auf das Feld. Die Powervolleys Düren verunsicherte das nur wenig. Genau in dieser Phase drückten sie aufs Tempo, setzten sich ab (21:16) und gingen mit 1:0 in Führung (25:18).

Düren kompromisslos zum 2:0

Durchgang Zwei gestaltete sich zunächst ähnlich. Düren spielbestimmend und mit der Führung im Rücken, der TVR dicht auf den Fersen. Entgegen dem ersten Satz verloren die Schwaben jedoch nicht den Kontakt und hielten den Spielstand offen. Bloß am Ende fehlte die Luft für den Ausgleich. Der Gastgeber machte nach dem 16:16 zwei entscheidende Punkte, auf die der TVR keine Antwort mehr fand: 25:20, 2:0.

Rottenburger Lebenszeichen

Es schien eine eindeutige Partie zu werden in der Arena Kreis Düren. Die bislang gespielten Sätze deuteten auf einen Favoritensieg hin, der nach den bisherigen direkten Duellen zwischen Rottenburg und Düren zu erwarten war. Wie so oft im Volleyball kippte die Begegnung jedoch völlig im dritten Satz. In der Mitte des Durchgangs rissen die Domstädter das Ruder herum, gingen am Netz druckvoller zu Werke und setzten sich ab. Düren-Trainer Stefan Falter wusste sich nicht besser zu helfen, als die Auszeit zu nehmen (8:13). Die Rottenburger zeigten sich in dieser Phase hellwach und gaben keinen Ball verloren. Zur Belohnung für die Mannschaft um den wie ausgewechselten Lorenz Karlitzek sprang der Spielstand von 2:0 auf 2:1 (14:25).

Alles auf Null

Durchgang Vier in aller Kürze: Ausgeglichener Beginn, TVR mit leichtem Vorteil (12:13). Rottenburg kämpfte um jeden Ball und forcierte das Comeback (15:20). Beim 17:22 schien alles klar, als Düren noch einmal zurückkam (23:24) – der TVR wurde beim 23:25 erlöst. Es roch nach Sensation in Düren zu diesem Zeitpunkt.

Comeback-TVR feiert erstmals in Düren

Auf den Comeback-Geschmack waren auch die Rottenburger Trommler gekommen, für die der Abend nach zwei Sätzen schon gelaufen schien. Mit dem 2:2-Satzausgleich im Rücken war die Ausgangslage aber wieder offen. Es passte ins Bild, dass die powervolleys erneut mit 5:2 schon vorn lagen, beim 8:8 aber ein Vorteil nicht auszumachen war. Den „High noon“ auf dem Parkett entschied schließlich der TVR unter großem Jubel für sich (13:15). Der TVR feierte nach 2:0-Rückstand zum ersten Mal in der Geschichte den Premierensieg bei den SWD powervolleys Düren und steht nun in bester Ausgangslage, um in den letzten Spielen den Kampf um die Playoffs zu bestreiten.

Achten: „Sensationelle Teamleistung“

Trainer Christophe Achten nach der Begegnung: „Das Spiel heute war der Wahnsinn. Das war eine sensationelle Teamleistung. Wir hatten so viele Spieler, die heute ein tolles Spiel gemacht haben. Ich möchte keinen einzelnen hervorheben.“

 

Bild: Florian Zons

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