Alles wie gehabt beim Deutschen Meister

16. März 2019

Die Bundesligavolleyballer des TV Rottenburg haben ihr Auswärtsspiel bei den Berlin Recycling Volleys mit 3:0(25:21,25:17,25:17) verloren.

Der TVR hielt zu Beginn gut mit uns setzte das Vorgenommene in die Tat um: Im Lauf der Woche kündigte Richard Peemüller an, dass sich die Mannschaft vornahm, beim Meister zeigen zu wollen, dass die junge Rottenburger Mannschaft gutes Volleyball spielen kann. Mit 8:6 führte Berlin zur ersten technischen Auszeit zwar, Orange-Schwarz lag da aber nicht in uneinholbarer Ferne. Anschließend vergrößerte sich die Punkte-Distanz. Erst beim 21:19 setzte Timon Schippmann wieder für die Rottenburger ein Ausrufezeichen, als er mit seinem Blockpunkt die Gäste wieder heranbrachte. Es half alles nichts, Berlin holte sich den ersten Satz mit 25:21.

Etwas anders verlief die Begegnung im zweiten Satz. Berlin drückte mehr und Rottenburg tat sich zunehmend schwer, Schritt zu halten. Immer wieder setzte der russische Zuspieler und spätere MVP Sergei Krankin die Angreifer in Szene und Riss den schwäbischen Blockspieler auseinander. „In dieser Phase wusste Berlin uns im richtigen Moment wieder ihre Klasse zu zeigen“, so Rottenburgs Jannis Hopt nach der Begegnung. „Schließlich müssen wir auch neidlos anerkennen, dass diese Mannschaft heute einfach stärker war.“ 25:17 endete der zweite Satz für Berlin.

Auch nach der 10 Minuten Pause änderten sich die Kräfteverhältnisse nicht. 8:6 stand es zur ersten technischen Auszeit. Der spielte munter mit, wenn auch mit einem größer werdenden Abstand zum Gastgeber (16:13, 21:16), der im gleichen Ergebnis endete, wie im zweiten Satz (25:17).

„Es hat sich heute Abend ein schöner Bogen geschlossen“, sagte ein spürbar nachdenklicher TVR-Coach Hans Peter Müller-Angstenberger nach der Begegnung. Der Übungsleiter wurde im Nachgang an die Begegnung von den Offiziellen verabschiedet und geehrt. „Das Spiel wurde für mich zu einem besonderen, gerade weil ich von dieser Aktion überrascht wurde. Es hat immer wahnsinnig viel Spaß gemacht, hier vor dieser Kulisse zu spielen. Mein Dank geht besonders an Kaweh Niroomand.“ Dann erinnerte Müller-Angstenberger daran, dass noch eine letzte Trainingswoche vor ihm liege, in der er seine Mannschaft auf die kommende Begegnung gegen Herrsching vorbereiten müsse. Schließlich gab er aber zu: „Ich würde eigentlich gerne mit leisen Tönen gehen und hoffe, dass mich meine Gefühle am kommenden Wochenende nicht übermannen werden. Es fühlt sich alles gut an, das Glück überwiegt, Teil dieses Projekts zu sein.“

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