Rottenburger Aufholjagd wird nicht belohnt

Der TV Rottenburg startete nervös in die Volleyball-Bundesliga, zeigte dann aber eine tolle Aufholjagd gegen die Netzhoppers aus Königs-Wusterhausen. Nach 0:2 bejubelten die 1700 Zuschauer in der Tübinger Paul Horn-Arena den Satzausgleich zum 2:2. Erst im Tiebreak fiel die Entscheidung zugunsten der Gäste. „Wir brechen zwischendurch noch zu stark ein und sind noch nicht ganz da, wo wir zum Saisonstart sein wollten“, sagte TVR-Trainer nach der knappen Niederlage.

Der erste Satz ist schnell erzählt. Anfangs und am Ende des Satzes spielte der TVR gut mit. Dazwischen legte Theo Timmermann eine starke Aufschlagserie mit 9 Punkten hin. Das reichte den Netzhoppers locker zum Satzgewinn mit 25:15.

Neben Timmermann erwischte Filip Gavenda einen glänzenden Tag. Seine Diagonalangriffe brachte der TVR zu selten unter Kontrolle, so dass auch im zweiten Satz eine deutliche Gäste-Führung auf der Tafel stand. Immer wieder zeigte der Rottenburger Annahme-Riegel Nerven. Doch es gab auch positive Akzente: Federico Cipollone übernahm im zweiten Satz das Zuspiel und brachte immer wieder seine Mittelangreifer gut in Szene. Dabei zeigte Neuzugang Paul Hennig, der für den verletzten Fred Nagel in die Startsechs rückte, eine ansprechende Leistung. Trotzdem brachten die Gäste ihre Führung souverän zur 2:0-Satzführung ins Ziel.

Mit etwas mehr Biss startet der TVR in den dritten Satz. Kapitän Idi gab den Takt vor und sorgte mit wichtigen Punkten für die Führung. Diesmal stand die Rottenburger Annahme sicherer und am Ende verwandelte Paul Henning den ersten Satzball zum 25:21.

Jetzt hatte der TVR die Nerven besser im Griff und seinen Takt gefunden. Tim Grozer punktete häufig und machte sich so seine Geschenke zum Geburtstag selber. Während dessen waren die Gäste aus dem Takt. Theo Timmermann wurde ebenso ausgewechselt wie Zuspieler Luke Herr. Die Führung blieb zur Freude der Fans beim TVR. Die Netzhoppers kamen zwar nochmals heran, aber der junge Paul Henning verwandelte nach einem kuriosen Baggerzuspiel über die Mitte zum vorentscheidenden 23:20. Nach einem Aufschlag-Ass von Idi hieß es wenig später 25:20 für Rottenburg.

Also doch wieder so ein knappes Ding gegen Königs-Wusterhausen. Der Tiebreak musste entscheiden. Kam jetzt der Moment für Björn Andrae? Der routinierte und leicht ergraute Gäste-Angreifer legte für die Netzhoppers mit drei starken Aufschlägen zum 6:3 vor. Danach entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, aber der TVR schaffte den Ausgleich nicht mehr. Am Ende hieß 11:15 für die Gäste.

„Den Start haben wir verpennt“, sagte Geburtstagskind Tim Grozer nach dem Spiel. Nach gegenseitiger Motivation in der Kabine kam das Team aber nach der 10-Minuten-Pause stark zurück. Grozers Urteil trotz der Niederlage: „Dann war’s ein geiles Spiel und wir haben gezeigt, dass es sich lohnt wiederzukommen“.


Bilder Klaus Hirsch


Bilder Ralph Kunze

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