Spiel verloren – Punkt gewonnen

20. November 2022

2:3 – 25:18, 23:25, 12:25, 25:19, 9:15

Vor 720 Zuschauer:innen im Tollhaus der Liga holen sich die Rottenburger Jungs einen absolut verdienten Punkt. MVP wurde Diagonalangreifer Niklas Lichtenauer und auf badischer Seite der Mittelblocker Maximilian Kersting. Leider hat sich direkt im ersten Satz Außenangreifer Kai Wolf verletzt. An dieser Stelle gute Besserung.

Furioser Start

Beide Teams verzichteten zu Beginn mehr oder weniger freiwillig auf ihre größten Namen im Team. Dirk Mehlberg musste krankheitsbeding zu Hause bleiben und auf der anderen Seite fand sich Jens Sandmeier auf der Bank wieder. DIe Jungs von Trainer Scheuermann feuerten von Beginn an ein Feuerwerk ab. Druckvolle Aufschläge und die gewohnt gute Block-Feldabwehr brachte das Team aus Karlsruhe zum Verzweifeln. Immer wieder punktete Kai Wolf über die Außenposition, bis er im zweiten Satz bei einer Angriffsaktion am Netz umknickte und das Feld verlassen musste. Dieser zweite Satz erschien viele Zuschauer:innen auch ein bisschen wie ein Knackpunkt im Spiel. Nach einer Auszeit beim Stand von 15:18 für Karlsruhe kämpften sich das Team vom Neckar mit drei Punkten in Folge wieder heran und führten plötzlich mit 20:19. Nach einer unglücklichen Schiedsrichterentscheidung führte plötzlich Karlsruhe und machte den Sack vor der 10-Minuten Pause mit 23:25 zu. Anstatt mit einem Punkt musste nun das Trainergespann Scheuermann mit Aushilfstrainer Uwe Schröder ein bisschen ungläubig mit einem 1:1 in die längere Pause. Nach der Pause lief plötzlich alles für das badische Team. Ein Sprungaufschlag nach dem anderen traf das Feld und brachte das Team um den eingewechselten Knobelspiess mächtig unter Druck. Beim Stand von 2:9 durfte Jugendspieler Florian Forschner weitere Einsatzzeiten sammeln und machte eine ordentliche Figur in der Annahme.

Das Team geht an ihr Maximum 

Was dann in Satz vier passierte ist in Worten nur schwer zu beschreiben. Das Team um Kapitän Leber kämpfte sich zurück in das Spiel und hatte ihre Finger überall. Spektakuläre Abwehraktionen brachten alle Spieler auf dem Feld an den Rand ihrer Kräfte. „Ab Satz vier ging mir langsam die Puste aus. Abwehren, sichern, blocken wieder anlaufen und das mehrmals pro Spielzug war wahnsinnig intensiv,“ so Jakob Elsässer nach dem Spiel. Am Ende Stand nicht nur die Halle, sondern auch der Block um Jan Huber wie eine Wand und ließ keinen Zweifel aufkommen, dass mindestens ein Punkt in Rottenburg bleiben wird. Bis zu diesem Zeitpunkt wechselte die Führung immer wieder hin und her und beide Mannschaften versuchten mit ihrem Aufschlag den Gegner unter Druck zu setzen. Leichte Punkte waren an diesem Spieltag Mangelware. Fünf Punkte in Folge gelang der Mannschaft in der entscheidenden Phase und die Halle stand Kopf. Was vor dem Spiel niemand gedacht hätte, ist eingetreten. Der fünfte Satz entscheidet über Sieg oder Niederlage.

Von 120 Prozent auf Normaltemperatur

Am Ende konnte der Flow des vierten Satzes nicht mitgenommen werden. Die kurze Pause vor dem fünften Satz holte das Team wieder aus ihrem Flow heraus. Karlsruhe startete direkt mit einer guten Aufschlagserie und Rottenburg kam nicht aus ihrer Aufstellung heraus. Von Anfang an war auch klar, dass niemand auf die Fehler der Gegner hoffen musste. So gab es noch ein bisschen Ergebniskosmetik am Ende und eine leichte Hoffnung auf eine noch spektakulärere Wende im fünften Satz, als Jan Huber mit seinem Aufschlag direkt punkten konnte. Am Ende konnten die Spieler selbst nicht wirklich greifen, ob sie sich über den Punkt freuen sollen oder die Enttäuschung über diese Sensation größer ist.

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Fazit: „Das wir nach dem Spiel enttäuscht sind, dass nicht noch mehr herausgesprungen ist als ein Punkt und zwei gewonnene Sätze ist das größte Kompliment an diese Mannschaft die aktuell einige Ausfälle kompensieren muss und im Spiel einen stark aufspielenden Kai Wolf verloren hat!“ so Teammanager Baur. Die Trainer Scheuermann/Weber und Schröder hatten den aktuellen Meister am Rande einer Niederlage und sorgten immer wieder für Wutausbrüche beim Karlsruher Trainer Bonelli. Nach Trainer Schönhagen aus Freiburg, Michael Mayer aus Mühldorf attestierte nun auch Trainer Bonelli seinem Team keinen guten Tag erwischt zu haben. Viele schlechte Tage im Tollhaus der Liga! Zufall? Das Spiel bot allen Zuschauer:innen Spannung, Emotionen und Volleyball auf Spitzenniveau in Rottenburg.

Ausblick

26.10.22: TSV Mimmenhausen vs. TVR

27.10.22: Volley Youngstars Friedrichshafen vs. TVR

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