Wenn der Plan aufgeht

11. Oktober 2021

Beim alten Rivalen, dem TSV GA Stuttgart, behielten die Rottenburger Drittligavolleyballer mit 3:0 die Oberhand. Nach dem 25:22, 25:21, 25:16 war TVR-Trainer Scheuermann voll des Lobes über seine Mannschaft, die auch ohne den verletzten „Leitwolf“ Dirk Mehlberg überzeugte. „Das war der nächste Step. Überragendes Spiel heute“, freute sich Scheuermann.

In den 80ern gab es eine Fernsehserie namens A-Team, in der vier Soldaten in insgesamt 95 Folgen immer wieder unterschiedlichste Herausforderungen meistern mussten. Mal mit brachialer Gewalt, mal mit List und Tücke verfolgten Sie die fein ausgetüftelten Pläne ihres Anführers Hannibal Smith, der sich am Ende jedes Mal diebisch freute: „Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert.“

Zwar endete die Serie 1987, also zehn Jahre vor der Geburt des TVR-Coaches, am Samstag traten Scheuermann und seine Spieler durchaus in die Fußstapfen des A-Teams. „Ich liebe es, wenn ein Matchplan aufgeht“, war das knappe Fazit nach Spielschluss. Mal hart, mal zart hatten die Rottenburger mit cleverer Strategie den Dauerrivalen aus Stuttgart besiegt und den deutlichen 3:0-Erfolg eingefahren. „Wir haben einen halben Satz benötigt bis wir richtig im Spiel waren, aber ab da haben es die Jungs super gemacht“, so Scheuermann. Stuttgarts Silber-MVP Alex Benz brachte die Hausherren mit starken Aufschlägen nach ausgeglichenem Beginn in Front (von 6:7 auf 6:12) und scheinbar auf die Siegerstraße. Den Rückstand konnten die Domstädter zunächst nicht verkürzen und bei 16:21 kam TVR-Kapitän Robin Leber zum Service. Der TVR hatte nun in Block- und Feldabwehr den richtigen Plan und erspielte sich acht Punkte in Folge (24:21). Ab da lief es rund im Rottenburger Team und der Matchplan funktionierte. „Wir wussten was passiert und haben gut reagiert“, so Scheuermann. Kleine Wackler im Annahmespiel wurden kompensiert und selbst machten die TVR-Recken ein starkes Aufschlagspiel. Immer wieder nutzten die Rottenburger ihre Angriffschancen nach verteidigten Bällen, dazu variables Passspiel von Gold-MVP Jonas Kuhn und nach etwas mehr als einer Stunde war der 3:0-Erfolg eingetütet.

„Das war heute richtig stark. Gegen Stuttgart muss man erstmal 3:0 gewinnen. Unsere Block-Feldabwehr hat sehr gut funktioniert und wir haben die Chancen gut genutzt“, war Scheuermann zufrieden und hatte dennoch einen kleinen Kritikpunkt: „wir hätten ein paar Blockpunkte mehr machen können.“
Das wollen sich die Rottenburger aber für den kommenden Samstag aufheben, denn dann geht es zuhause gegen den USC Konstanz. „Ich hoffe die Stimmung wird wie gegen Bühl, das war überragend“, meint Zuspieler Jonas Kuhn. Mit sieben Punkte kann sein Team mit breiter Brust in das Spiel gehen: „das war nicht unbedingt klar, dass wir nach den schweren drei Auftaktpartien so gut dastehen.“

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