Tiebreak-Niederlage für den TV Rottenburg

16. Oktober 2019

Der TV Rottenburg hat nur geschnuppert am ersten Heimsieg in der Volleyball Bundesliga: Nach der 2:1-Führung und einem beeindruckenden Lauf kippte das Spiel und die Gäste nahmen nach gewonnenem Tiebreak 2 Punkte mit. „Wir haben alles probiert, aber am Ende hat Lüneburg das sehr gut gemacht“, sagte TVR-Trainer Christophe Achten nach seinem ersten Heimspiel. Immerhin sei die gute kämpferische Leistung seines Teams mit einem Punkt belohnt worden.

Ausgeglichen ging’s los in der Tübinger Paul Horn-Arena vor 1550 Zuschauern. Die Gäste aus Lüneburg überzeugten vor allem in der Abwehr und zogen dem Rottenburger Angriff immer wieder den Zahn. So musste Trainer Christophe Achten bei seiner Heimpremiere beim TVR immer wieder mit ansehen, wie sein Team in Rückstand geriet. Nur den starken Aufschlägen von Tim Grozer war es zu verdanken, dass Rottenburg nicht den Anschluss verlor und immer wieder herankam. Auch Karl Apfelbach kam zum Ende des Satzes besser durch mit seinen Angriffen. Dennoch ging der erste Durchgang mit 25:23 an die Gäste.

Der TVR spielte flott weiter und baute auf seine Stärken: Taichi Kawaguchi mit sehenswerter Annahme, Leon Dervisaj mit gutem Zuspiel und wirkungsvollen Aufschlägen. Als dann noch der Angriff auf Touren kam, war schnell ein satter Vorsprung erspielt. 8:2 und 12:6 hießen die schönsten Zwischenstände aus TVR-Sicht. Lüneburg zeigte in dieser Phase Kampfgeist und gab den Satz nicht zu früh auf. Mit einigen Wechseln brachte Gäste-Trainer Stefan Hübner neue Impulse ins Spiel. Am Ende brachte der TVR den Satz mit 25:23 ins Ziel.

Das war gut fürs Selbstbewusstsein: Jetzt drehte der TVR richtig auf und machte den dritten Durchgang teilweise zur Lehrstunde. Der Rottenburger Lauf wurde mit vielen Punkten und Begeisterung der Fans belohnt. Besonders Tim Grozer und Neuzugang Karl Apfelbach bestraften die Lücken im Lüneburger Block. 25:17 hieß die Belohnung für den TVR, der viel Spaß am Volleyball zeigte.

Der Lauf hielt nicht an. Lüneburg kam zurück ins Spiel und übernahm wieder die Führung. Mit Gijs van Solkema im Zuspiel und Viktor Lindberg über Außen lief’s besser für die Gäste. Nur einmal kam Rottenburg zum Ausgleich, ehe die SVG den Satz mit 25:20 zumachte.

Auf und Ab dann im Tiebreak: Erst startete Lüneburg furios mit 4:0, wenig später glich der TVR zum 5:5 aus. Danach zog Lüneburg mit starkem Blockspiel und guter Abwehr zum 17:7 davon. Für den TVR bleibt ein erster Punkt und die Chance zum ersten Heimsieg am kommenden Mittwoch.

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