Spiegelbild der Saison

24. März 2018

Auch ihr letztes Bundesligaspiel bei den Hypo Tirol AlpenVolleys haben die Volleyballer des TV Rottenburg 3:0 (25:17, 25:20, 25:16) verloren.

Lockeres Aufspielen

Nachdem der Klassenerhalt durch die Niederlage der Bergischen Volleys in der Vorwoche gesichert war, konnten die Schwaben beim ersten Gastspiel in Österreich locker aufspielen. Rottenburg holte den schlechten Start auf (7:7), zeigte sich aber in Folge zu zaghaft und zu unentschlossen. Die AlpenVolleys, mit etlichen Siegen aus den vergangenen Wochen im Gepäck, drängten auf die Führung. Eine schlechte Annahme hier, ein Fehler da: Wenige Augenblicke später stellten die Hausherren auf 1:0 (25:17).

Mehr Biss, gleiches Ergebnis

Rottenburg präsentierte sich mit mehr Biss im zweiten Durchgang, wenngleich in manchen Situationen noch die Orientierung fehlte. Und das wortwörtlich: „Die Halle ist sehr weitläufig und Orientierung ist hier sicherlich ein Thema“, sagte TVR-Trainer Müller-Angstenberger nach dem Spiel. Zurück zum Spielgeschehen: Auf dem Feld gab Innsbruck die Richtung vor – und die deutete auf Heimsieg. Da profitierten die Domstädter auch von wenigen Lichtblicken nicht. Der Gastgeber zog davon und sicherte sich auch Durchgang zwei (25:20).

Niederlage in Innsbruck

Von einer schönen Halle und einer schönen Location sprach Rottenburgs Mittelblocker Fred Nagel nach der Partie. Als es ums Sportliche ging, fielen die Worte nicht so leicht: „Der Gegner war heute deutlich stärker und wir haben nur phasenweise mitgehalten. Die Saison ist heute zu Ende gegangen, wie sie die ganze Zeit ausgesehen hat.“ Auch Durchgang drei weckte keine Hoffnungen mehr, dass Zählbares in Form von Punkten mit nach Deutschland gebracht werden sollte (25:16).

Lautstarke Gästefans

Wie bei allen Ligaspielen in dieser Saison unterstützten auch in Innsbruck die „Schwäbischen Allesfahrer“ ihren TVR. Sie bekamen Hilfe, denn der Gästeblock war besser gefüllt, als gewohnt. Und er war auch lauter: Wenn die Beschallungsanlage pausierte, tönten immer wieder TVR-Rufe durchs weite Rund. Unter den Gästefans war auch Rottenburgs Manager Philipp Vollmer, der nach dem Spiel die Möglichkeit zu einem Fazit nutzte: „Ich bin nicht komplett unzufrieden mit der heutigen Leistung. Die schlechte Saison haben wir wo anders gespielt, nicht hier. Wir haben uns heute ganz gut verkauft bei einem Gegner, der noch Platz vier erreichen will.“

Programm nach der Saison

Das erste Gastspiel der Vereinsgeschichte bei den AlpenVolleys war bekanntlich das letzte Saisonspiel. Wie geht es weiter? Auf dem Programm steht für die Mannschaft in der kommenden Woche das Abi-Training, das in Kooperation mit dem Reutlinger General-Anzeiger stattfindet. Rund 60 Jugendliche haben sich angemeldet und werden von den Spielern und Bundesligacoach Hans Peter Müller-Angstenberger für die sportlichen Abi-Prüfungen fit gemacht. Parallel beginnen in den kommenden Tagen und Wochen Spielergespräche, in denen Müller-Angstenberger und Manager Philipp Vollmer am Kader für die kommende Spielzeit feilen.

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