„Lünehünen“ zu stark für den TV Rottenburg

10. Februar 2019

Der TV Rottenburg bleibt im Tabellenkeller der Volleyball Bundesliga.

Beim Heimspiel vor 1.700 Zuschauern in der Tübinger Paul Horn-Arena gab’s keinen Satzgewinn und somit auch keine Punkte im Abstiegskampf. „Wir haben uns mehr ausgerechnet heute“, sagte TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. „Wenn Du aber in jedem Satz eine schwache Phase hast, dann ist gegen Lüneburg nichts zu gewinnen.“

Zu viele Fehler leistete sich der TVR im ersten Satz. Vor allem bei der Annahme und im Aufschlag bekamen die Lüneburger immer wieder Punkte geschenkt. Dazu machten die Gäste ihre Sache im Blockspiel sehr ordentlich. Nur einen Grund zur Freude hatten die Rottenburger Fans: Der frühere TVR-Kapitän und Bundesliga-Oldie Matze Pompe spielte einen richtig starken Satz und zeigte seinen früheren Fans, dass er’s noch drauf hat. Ansonsten gab’s wenig Positives auf Rottenburger Seite bei bescheidenen 14 Punkten.

Es wurde besser im zweiten Satz. Rottenburg jetzt wacher und ohne den Fehlerteufel auf dem Feld. Dann kann Zuspieler Jannis Hopt ein Angriffsspiel aufziehen, das auch den „Lünehünen“ Probleme bereitet. Die Führung für den TVR hielt lange, ehe am Ende des Satzes etwas die Konzentration fehlte. Schließlich war es ein Annahmefehler, der die Entscheidung für die Gäste einleitete. Immerhin war’s mit 23:25 knapp und die kämpferische Leistung passte.

Diesen Schwung nahm der TVR mit in den nächsten Durchgang. 3:0 hieß es nach wenigen Sekunden, mit Hoffnung auf einen Lauf. Doch Lüneburg konterte, mit sicherem und effektivem Spiel. Nicht von ungefähr steht Kapitän Pompe mit seinem Team auf dem dritten Platz der Bundesliga-Tabelle. Diese Mannschaft harmoniert und hat in jeder Situation eine passende Antwort. Anders der TVR: Immer wieder schleichen sich Fehler ins Spiel oder der Aufschlag-Druck bleibt auf der Strecke. In dieser Phase durfte Richard Peemüller zu seiner Bundesliga-Premiere antreten. Die Nachverpflichtung des TVR sammelte zwar die ersten Punkte, konnte aber nicht für die Wende im Spiel sorgen. Dafür zeigte Johannes Mönnich mit 26 Angriffspunkten eine gute Partie. Noch einen Punkt mehr sammelte Tim Grozer, der einmal mehr zum besten Rottenburger Spieler ausgezeichnet wurde. Für einen Satzgewinn reichte es dennoch nicht, denn Lüneburg brachte auch den dritten Durchgang sicher nach Hause.

„Das ist die taktisch beste Mannschaft der Liga“, lobte TVR-Trainer Müller-Angstenberger. Für sein Team geht der Abstiegskampf weiter mit der nächsten Chance auf einen Heimsieg am kommenden Samstag gegen Düren (19:30 Uhr).

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