Wie der Füllstand eines Biers – H2 kommt mit 2 Punkten aus Stuttgart zurück

1. November 2022

Mit der dritten Mannschaft der Stuttgarter TSV G.A. stand am Sonntag dem 30. Oktober wieder eine Mannschaft aus Stuttgart auf dem Spielplan der zweiten Rottenburger Herrenmannschaft. Mit Trainer Hugo H. und endlich wieder viel Wechselpotential im Gepäck fuhren die Domstädter in die benachbarte Großstadt mit dem Ziel wieder Punkte mit nach Hause zu bringen.

Im Folgenden wird der Spielverlauf als Füllstand eines Bierglases beschrieben. Für Genießer von Non-Alkoholika sei darauf verwiesen, dass sich das Wort “Bier” an jeglicher Stelle mit “Multivitaminsaft” ersetzen lässt. Der Füllstand repräsentiert die Spielleistung und Emotion der Rot-Weißen Achterbahntruppe.

Nach lautstarkem aber auch effektiven Erwärmen liefen die Rottenburger selbstbewusst zum ersten Aufschlag auf das Spielfeld. Um in Füllständen zu sprechen: Stück für Stück zapften die Rottenburger Selbstvertrauen erarbeiteten sich somit eine konsequente Führung. Lediglich diverse Rottenburger Aufschlagfehler lies die Stuttgarter weiter nachziehen. Dies drehte sich knapp vor dem 25. Punkt. Die Rottenburger ließen sich die Butter vom Brot, oder besser das Bier aus dem Glas nehmen und hechelten nun den Stuttgartern hinterher, die sich ihren ersten Satzball erkämpften. Doch die Rot-Weißen wehrten erfolgreich ab und setzten sich selbst an die Spitze. Leider nicht mit voller Konsequenz, so dass die Mannschaften bei einem Spielstand von 25:25 in eine Patt-Situation gerieten. Unglücklicherweise erspielten sich nun die Stuttgarter die letzten zwei Bälle und der TVR ging mit einem 0:1 in die erste Satzpause.

Doch der zweite Satz sollte den Motivationsfüllstand wieder auf neue Höhen bringen. Insbesondere durch Aufschläge von Aurel S. spielten sich die Rottenburger in einen Rausch, der kaum Platz für Stuttgarter Punkte lies. Der zweite Satz ging wohlverdient an die Gastmannschaft. Doch der Bierstand nahe der Glaskante blieb nicht lange stabil. Quasi auf Ex leerten die Stuttgarter den Motivationskrug der Rottenburger, in dem sie im dritten Satz nun einfach die Rot-Weißen selber ihre Fehler machen ließen. Die Domstädter guckten wie Kühe ihren Angriffen hinterher, die weit abseits des Feldes den Hallenboden aufgruben. Der Satzstand von 1:2 war die Folge.

Schlussendlich brachten eine Reihe an Wechsel wieder neue Braumeister ans Glas, bzw. Energie auf das Feld. Diagonalangreifer Vincent W. setzte über Rück- und Vorraum Akzente, Aufschläge erlangten ihre alte Wucht zurück und der TVR setzte sich stabil ab. Mit diesem euphorischen Höchstfüllstand nach depressiver Flaute am Boden des Glases sprangen die Rottenburger in den Entscheidungssatz.

Die Halle des TSV G.A. hatte sich bereits im vierten Satz mehr und mehr mit Zuschauern gefüllt, so dass nun einem stimmungsgeladenen letzten Satz nichts mehr im Wege stand. Die Rottenburger spielten selbstbewusst auf, zeigte klare Kante und doch setzten sie sich nicht ab. Denn die Stuttgarter im Gegenzug fanden wieder starke Lösungen über Mittel- und Außenangriff. Doch waren es die Rottenburger die den Satz mit 15:13 einsackten und die wohlverdienten 2 Punkte mit auf den Nach-Hause-Weg nehmen durften. Eine unglaubliche Teamleistung, die die Rottenburger da gezeigt hatten. Über 5 Sätze kamen alle Spieler zum Einsatz (alle Wechsel hätten den Text um weitere 2 Seiten verlängert, Anm. der Redaktion), prägten das Spiel auf ihre Weise und trugen so Stück für Stück zum Sieg bei. Hätte es tatsächlich Bier gegeben, wäre nun die metaphorische Halbe geleert worden. So erklang ganz simpel die alte TVR-Hymne unter der Dusche!