TVR-Silberlocken: und sie haben es WIEDER getan!!

18. Februar 2025

In Ehren ergraut, aber immer noch quietschfidel! Hinten von links: M.Hölzlein, M.Haas, L.Görke, K.Ruckgaber. Vorn von links: G.Paucke, M.Göger, J.Geiger

Völlig unerwartet und überraschend hat sich die Spielgemeinschaft TV Rottenburg / TSV Ofterdingen am vergangenen Sonntag das Ticket zur Deutschen Meisterschaft der männlichen Ü59 in Dresden (Mitte Juni) erkämpft. Bereits 2019 hatte man sich bei den Ü53 für eine DM qualifiziert und dort einen beachtlichen neunten Platz eingefahren. Damit sind sie eindeutig Wiederholungstäter!

Nachdem man sich im Februar bei den Württembergischen ebenso unerwartet den Vizemeistertitel hinter Winnenden gesichert und sich somit für diese Süddeutsche qualifiziert hatte, war man erneut mit einem Minimalkader von sieben Spielern nach Winnenden gefahren, um sich in dem Dreierturnier so gut zu präsentieren wie möglich. Der Modus hier war: der Sieger darf zur DM und der Zweite sichert sich ein Quali-Spiel gegen den Südwest-Vize, bei dem dann das letzte Ticket nach Dresden auszuspielen wäre.

Gleich im ersten Match des Tages trafen die Roten auf den TV Bretten, der als Hauptrivale um diesen begehrten zweiten Platz anzusehen war. Gegen Gastgeber Winnenden glaubte man sich, obwohl im WM-Finale nur knapp mit 1:2 unterlegen, chancenlos. Bis zum 11:11 im ersten Satz verlief alles ausgeglichen – danach brachen die Brettener ein und die SG siegte souverän 25:18. Auch der zweite Durchgang war eine klare Angelegenheit: die TVR-TSVO-Kombo lag von Beginn an in Führung und schaukelte diesen locker mit 25:16 nach Hause. Große Erleichterung zeichnete die Gesichter nachdem man damit das Quali-Spiel bereits gesichert hatte.

Gleich anschließend warteten die Gastgeber, die körperlich überlegen waren und nominell besser besetzt schienen. Wie schon bei der WM wuchsen die Roten aber über sich hinaus und schlugen den haushohen Favoriten tatsächlich mit 2:0. Der Start dabei war grandios: fulminant distanzierten die Jungs von Neckar und Steinlach den Gegner. Bei 21:13 schien der Satz schon gelaufen, als man sich eine 6-Punkte-Serie einfing und es plötzlich wieder spannend wurde. Doch das zusammengeschweißte Team fing sich wieder und zog bis zum 25:23 durch. Und Winnenden schaffte es auch weiterhin nicht, seine gefürchtete Angriffsmaschinerie richtig zum Laufen zu bringen. Von Beginn des zweiten Satzes an hielt die SG die Gastgeber immer auf Abstand und ließ sie bis zum 25:23 einfach nicht herankommen. Damit hatte man nun wirklich nicht gerechnet und entsprechend ungläubig schauten die Roten am Ende auf´s Ergebnis. Außenangreifer Martin Haas resümierte: „Vom Gefühl her war es eigentlich gar nicht so knapp, wie es das Ergebnis sagt“.

(Text: Hirsch / Foto: Paucke)