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Brasilien
Brasilien: Die Nummer 1 der Welt

Titelverteidiger Brasilien galt als der Top-Favorit auf olympisches Gold in Peking. Seit nunmehr sieben Jahren waren die Südamerikaner bei Großereignissen obenauf, alle wichtigen Titel heimste die Mannschaft von Trainer Bernardinho ein. Zwar gingen ab und an ein paar Spiele verloren, doch wenn es drauf ankam, waren die Brasilianer zur Stelle.



Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. Hatten in den letzten Jahren viel Grund zu jubeln: Das Team aus Brasilien. Bild: FIVB


Die beispiellose Titelsammlung und Siegesstrecke fing 2002 bei der WM in Argentinien an, es folgten die Siege in der Weltliga 2003 bis 2007 (!), der WM-Titel 2006 und – als Krönung – der Olympiasieg in Athen. Überflüssig zu erwähnen, dass die Brasilianer als Nummer eins der Weltrangliste in China ans Netz gingen. In Peking sollte der Ausnahme-Jahrgang einen würdigen Abschluss finden, „ich glaube danach werden viele von den Spielern aufhören“, meint DVV-Mittelblocker Stefan Hübner im Vorfeld.

Die Krönung blieb den Südamerikanern verwehrt, im Endspiel mussten sie sich zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit den US-Boys geschlagen geben, die bereits bei der Weltliga-Finalrunde 2008 (ausgerechnet in Rio de Janeiro) die Brasilianer entzaubert hatten. Unmittelbar nach Ende der Spiele erklärten mit Mittelblocker Gustavo Endres und Diagonalspieler Anderson Rodrigues zwei Spieler ihren Rücktritt. Sollte jedoch der Rest der Auswahl Trainer Bernardinho bei der Stange bleiben, werden die Brasilianer weiterhin für Furore sorgen und Erfolge einheimsen.

Das Spiel der Brasilianer zeichnet sich durch mehrere Attribute aus: Schnelligkeit (kein anderes Team spielt so schnell), Variabilität (kein anderes Team ist so schwer ausrechenbar), Emotionalität (auch hier sind die Brasilianer natürlich mit vorne dabei), Technik (jeder Brasilianer kann alles am Ball) und Teamgeist (die Mannschaft bildet eine echte Gruppe).

Dazu weiß das Team einige der besten Einzelkönner in seinen Reihen: Die Mittelblocker Rodrigao und André Heller zählen zu den Weltbesten auf ihrer Position, gleiches gilt für Libero Sergio und Außenangreifer Dante. Mit André und dem 2,12 Meter Riesen Leandro auf der Diagonalposition ist der Weltranglisten-1. gleich doppelt sensationell besetzt. Und Giba, Mitspieler von Jochen Schöps in Odintsovo/RUS, gilt als komplettester und weltbester Spieler überhaupt. Er wurde bei den Olympischen Spielen in Athen wie auch bei der WM 2006 in Japan zum MVP, zum wertvollsten Spieler gewählt.

Aber egal, wen die Brasilianer in den Partien gegen Deutschland ans Netz beordern, die Zuschauer können sich auf ein gelb-grünes Spektakel freuen.

Die Spiele Brasiliens bei den Olympischen Spielen in Peking 2008, 2. Platz:
Vorrunde
Brasilien – Ägypten 3:0
Brasilien – Serbien 3:1
Brasilien – Russland 1:3
Brasilien – Polen 3:0
Brasilien – Deutschland 3:0

Viertelfinale
Brasilien – China 3:0

Halbfinale
Brasilien – Italien 3:1

Finale
Brasilien – USA 1:3

Die Spiele Brasiliens bei der Weltliga-Finalrunde in Rio de Janeiro 2008, 4. Platz:
Vorrunde
Brasilien – Russland 3:0
Brasilien – Japan 3:0

Halbfinale
Brasilien – USA 0:3

Spiel um Platz 3
Brasilien – Russland 1:3

Die größten Erfolge der Brasilianer:

Olympische Spiele:
1. Platz: 1992 + 2004
2. Platz: 1984 + 2008

Weltmeisterschaften:
1. Platz: 2002 + 2006
2. Platz: 1982
4. Platz: 1986 + 1990 + 1998

Weltliga:
1. Platz: 1993 + 2001 + 2003 + 2004 + 2005 + 2006 + 2007
2. Platz: 1995 + 2002
3. Platz: 1990 + 1994 + 1999 + 2000

Der letzte Vergleich aus deutscher Sicht:
18. August 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking: GER – BRA 0:3 (22-25, 21-25, 23-25)

Länderspielbilanz Deutschland – Brasilien gesamt*
35 Spiele, davon 11 Siege und 24 Niederlagen

*inklusive der Spiele der ehemaligen DDR

Brasilien wird zur Zeit auf Position 1 der Weltrangliste geführt

( Deutscher Volleyball-Verband / Thilo von Hagen / Bild: FIVB )


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